Das Würstchen in der Turnhalle–Fortsetzung….

—Fortsetzung—

…….Es liegt ja auch immer so ein besonderer Zauber in der Luft beim ersten Aufeinandertreffen. Ich kann nur empfehlen den Mann ein wenig über die sozialen Netzwerke zu stalken. Die Bilder im Dating-Profil spiegeln selten die Realität. Oft sind sie aus Tagen in denen man besser in Schuss, das Licht in diesem Moment atemberaubend schön war…oder man nimmt gleich die Bilder des Bruders, weil der Zusammenwurf der Gene bei ihm besser gelang. Wenn man Glück hat ist er freizügig auf den Zugriff seines Facebook-Accounts und man hat vielleicht eine gute Chance, mit einer Auswahl Fotos aus seinem Alltag der Realität sehr nahe zu kommen. Das ist oft schon ernüchternd, aber so trifft einen nicht vollends der Schlag, wenn statt einer Gil-Ofarim-Mähne plötzlich eine Halbglatze vor einem steht, nur weil er die Bilder aus dem Beginn dieses Jahrtausends übernommen hat. XING geht auch…denn da muss man mit Namen und Bild ehrlich für sich einstehen…und man weiss auch gleich womit er seine Brötchen verdient. Ja, das mag oberflächlich klingen…aber ich finde man sollte auch einfach ein ehrliches Bild von sich selbst vermitteln und keine Mogelpackung einer auf sich bezogenen Marketing-Strategie.

Darüber hinaus empfehle ich Tageslicht…was dann oft einfach schlicht Kaffeetrinken bedeutet: die beste Art sich zu verabreden. Man gibt ein natürliches Bild von sich ab, muss sich nicht extrem aufbrezeln…und der Tag verleitet einen nicht so schnell zu Dummheiten…tagsüber fließt kein Alkohol, kein schummriges Licht…ich höre selten von One-Night-Stands, die in Folge einer Soja Latte bei  Starbucks erfolgt sind…die Nacht verleitet zu überstürzten Übernachtungsbesuchen.

Oder man trifft sich eben unter der Woche mal spontan. So wie in unserem Fall. Mittwoch Abend, 18.30 Uhr…Regen!…Regenschirme verstecken ja noch mal mehr vom anderen. Und März war es auch…also dunkel. Ich musste mir die Leute also genauer ansehen die mir entgegenkamen und schielte mit etwas schräger Kopfhaltung unter die Schirme. Flucht konnte man vergessen aus der Distanz.

Plötzlich stand er vor mir…nun gut, man stellt sie sich immer NOCH schöner vor…aber das war schon ganz in Ordnung. Schirme zusammengeklappt und dann schnell rein. Der Redefluss war so semi…aber er punktete mit Komplimenten die nicht ganz abgedroschen klangen. Nur störte mich seine Art zulachen. Er lachte quasi nach jedem zweiten Satz über seine eigene Aussage und hatte dabei immer so ein breitgezogenes Dauergrinsen…ich ließ es mal als Nervosität durchgehen…aber das müsste man natürlich beobachten. Als langfristigen Tick könnte ich das nicht tolerieren. Es war ganz nett, er zahlte die überschaubare Rechnung (ich zog es vor drei Bier zu trinken statt hier je wieder was zu essen) und bot mir an mich nach Hause zu bringen. Ich wog kurz ab, ob die Gefahren auf der Straße größer waren als die einer kurzen gemeinsamen Autofahrt und nahm schließlich sein Angebot an.

Er startete keinen Annäherungsversuch, gab mir noch seine Visitenkarte und dann verließ ich nach förmlicher Verabschiedung seine neue sportliche A-Klasse.

Er bekundete auch in den folgenden Tagen sein Interesse und so ließ ich mich eine Woche später zum Susi-Essen ins Restaurant einladen. Immer noch dauergrinsend und lachend ohne dabei für andere lustig zu sein ging es durch den Abend…aber das Sushi war wirklich lecker. Er war schon attraktiv…der Typ Mann, der im weißen, leicht geöffneten und gut sitzenden Hemd eine gute Figur abgibt. Kurze, dunkelblonde Haare…blaue Augen…kein Bart…und eben dieses künstliche Hollywood-Lächeln…ein cleaner Typ, aber durch seine 44 Jahre auch etwas kantig. Er bezahlte erneut (so interessant war er nicht für mich, dass ich in Erwägung zog zu bezahlen) und wir liefen Richtung Parkhaus…wo der für mich beendete Abend eine überraschende Wendung erhielt.

Das Parkhaus war nämlich bereits geschlossen…um 22 Uhr!!

Und jetzt? Ja….er hätte seine Wohnungsschlüssel im Auto…was???

Wer hat denn seine Schlüssel nicht allesamt an einem Bund vereinigt? Nun, er nicht. Ob es ok wäre ihn mit zu mir zu nehmen, sonst würde er eben ins Hotel gehen. Zuerst beglückwünschte ich ihn zu der einfallsreichen Masche. Er stritt ab, dass es geplant gewesen sei auf diese Weise mit einer Frau nach Hause zu gehen. Nun gut…nun wusste ich ja wie der Abend sicher enden würde und wir riefen ein Taxi. Ich war etwas über mich selbst erstaunt. Wie ich nüchtern feststellte, dass es wohl heute noch ungeplanten Sex geben wird.

Bei mir zuhause öffnete ich jedem ein Bier und wir setzen uns vor den Fernseher. So musste ich mich schon einmal nicht um Gesprächsthemen bemühen. Egal wie der Abend verlaufen würde, morgen früh musste er früh am wieder geöffneten Parkhaus sein und schnell heim fahren…sonst würde der Labrador wahrscheinlich auslaufen…na toll! Ich hasse es nicht ausschlafen zu können, wenn sich mal die Möglichkeit ergibt weil das Kind auswärts schläft. Irgendwie war mir schon klar, dass ich ihn besser auf der Fahrt zu mir am Hotel abgesetzte hätte…aber gut dachte ich mir, machen wir das Beste draus und da wir schon 1 1/2 Filme gesehen und er sich trotz offensichtlichem Interesse nicht traute…setzte ich mich face to face auf seinen Schoß und steckte ihm meine Zunge in den Mund. Ich stand auch nicht auf seinen Körpergeruch. Er roch nicht nach Schweiss, aber nach einem Rasierwasser das ich sonst nur von älteren Herren kenne. Wenn ich einen Mann nicht riechen, also seinen Duft nicht anziehend finde, ist der Rest auch eher schwierig. Riecht ein Mann aber in meinen Augen umwerfend gut ist das zusätzlich anregend. Also knutschten wir eine Weile auf dem Sofa bis ich den prüfenden Griff zwischen seine Beine machte…und ich spürte….Nichts! Ja…da war eine kleine harte Beule…ich könnte mich aber auch täuschen…ich tastete dabei echt in alle Richtungen. War hier tatsächlich ein Penis lediglich zu erahnen? Ich bevorzuge immer Klarheit bei solchen Dingen und da ich ihn nicht umwerfend fand war ich mutig genug ihn in mein Schlafzimmer zu schicken.

In Unterwäsche ging es weiter und eigentlich finde ich den Moment sehr heiss wenn zwar beide noch was anhaben, man aber bereits aufeinander liegt und die Erregung des anderen spürt. Aber hier bemerkte ich wenig was sich hart gegen meinen Körper drückte. Ich ging der Sache nach und fand…noch weniger…sehr viel weniger…erschreckend wenig…Ich hatte durch die Hose noch auf einen Blutpenis gehofft…die ja die Gabe besitzen sich dann doch nochmal üppig aufrappeln zu können. Doch auch die letzte Hoffnung schwand. Der Appetit war gedämpft…nun war die Frage in wie fern er sein Defizit ausgleichen konnte und ob doch noch ein wenig Würze in der Kürze lag. Er legte mit seiner Zunge ein gutes Solo hin und ich war wieder halbwegs bei der Sache…als ich ein Kondom hervorzog kam es allerdings zu technischen Schwierigkeiten…er war einfach zu klein und es wollte so gar nicht halten…darunter litt natürlich die Erektion. ,,Komm, mach ihn wieder scharf“, hauchte er mir zu. Unweigerlich musste ich an meine heiß geliebten Chili-Gürkchen denken, die ich immer im Kühlschrank lagerte…was eine Ironie. Den Moment des Eindringens konnte ich nicht wirklich feststellen und auch im Verlauf des Aktes fühlte ich recht wenig ausser sein Körpergewicht…ab dem Moment hielt ich es für gerechtfertigt meine Vorliebe für grössere Exemplare zu unterstreichen. Spüren sollte man ja schon, wenn man jemand anderen ‚in sich‘ hat, oder? Irgendwie klappte es dann doch noch…so einigermaßen.

Am nächsten Morgen war ich ungewohnt leicht aufgestanden und da der Hund gleich zu platzen drohte musste ich ihm auch kein Frühstück anbieten…abliefern am Parkhaus, schneller Kuss und die Lüge meinerseits sich bald wieder zu sehen…..

,,Ab wann ist ein kleiner Penis ein Mikropenis?

Hierbei handelt es sich um Penisse, die im erigierten Zustand die Größe von 6,9 Zentimeter nicht überschreiten. Grund für das derart klein geratene beste Stück ist in der Regel eine Unterversorgung des Embryos in der Schwangerschaft.“

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5 Gedanken zu „Das Würstchen in der Turnhalle–Fortsetzung….“

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