Das Würstchen in der Turnhalle–Fortsetzung….

—Fortsetzung—

…….Es liegt ja auch immer so ein besonderer Zauber in der Luft beim ersten Aufeinandertreffen. Ich kann nur empfehlen den Mann ein wenig über die sozialen Netzwerke zu stalken. Die Bilder im Dating-Profil spiegeln selten die Realität. Oft sind sie aus Tagen in denen man besser in Schuss, das Licht in diesem Moment atemberaubend schön war…oder man nimmt gleich die Bilder des Bruders, weil der Zusammenwurf der Gene bei ihm besser gelang. Wenn man Glück hat ist er freizügig auf den Zugriff seines Facebook-Accounts und man hat vielleicht eine gute Chance, mit einer Auswahl Fotos aus seinem Alltag der Realität sehr nahe zu kommen. Das ist oft schon ernüchternd, aber so trifft einen nicht vollends der Schlag, wenn statt einer Gil-Ofarim-Mähne plötzlich eine Halbglatze vor einem steht, nur weil er die Bilder aus dem Beginn dieses Jahrtausends übernommen hat. XING geht auch…denn da muss man mit Namen und Bild ehrlich für sich einstehen…und man weiss auch gleich womit er seine Brötchen verdient. Ja, das mag oberflächlich klingen…aber ich finde man sollte auch einfach ein ehrliches Bild von sich selbst vermitteln und keine Mogelpackung einer auf sich bezogenen Marketing-Strategie.

Darüber hinaus empfehle ich Tageslicht…was dann oft einfach schlicht Kaffeetrinken bedeutet: die beste Art sich zu verabreden. Man gibt ein natürliches Bild von sich ab, muss sich nicht extrem aufbrezeln…und der Tag verleitet einen nicht so schnell zu Dummheiten…tagsüber fließt kein Alkohol, kein schummriges Licht…ich höre selten von One-Night-Stands, die in Folge einer Soja Latte bei  Starbucks erfolgt sind…die Nacht verleitet zu überstürzten Übernachtungsbesuchen.

Oder man trifft sich eben unter der Woche mal spontan. So wie in unserem Fall. Mittwoch Abend, 18.30 Uhr…Regen!…Regenschirme verstecken ja noch mal mehr vom anderen. Und März war es auch…also dunkel. Ich musste mir die Leute also genauer ansehen die mir entgegenkamen und schielte mit etwas schräger Kopfhaltung unter die Schirme. Flucht konnte man vergessen aus der Distanz.

Plötzlich stand er vor mir…nun gut, man stellt sie sich immer NOCH schöner vor…aber das war schon ganz in Ordnung. Schirme zusammengeklappt und dann schnell rein. Der Redefluss war so semi…aber er punktete mit Komplimenten die nicht ganz abgedroschen klangen. Nur störte mich seine Art zulachen. Er lachte quasi nach jedem zweiten Satz über seine eigene Aussage und hatte dabei immer so ein breitgezogenes Dauergrinsen…ich ließ es mal als Nervosität durchgehen…aber das müsste man natürlich beobachten. Als langfristigen Tick könnte ich das nicht tolerieren. Es war ganz nett, er zahlte die überschaubare Rechnung (ich zog es vor drei Bier zu trinken statt hier je wieder was zu essen) und bot mir an mich nach Hause zu bringen. Ich wog kurz ab, ob die Gefahren auf der Straße größer waren als die einer kurzen gemeinsamen Autofahrt und nahm schließlich sein Angebot an.

Er startete keinen Annäherungsversuch, gab mir noch seine Visitenkarte und dann verließ ich nach förmlicher Verabschiedung seine neue sportliche A-Klasse.

Er bekundete auch in den folgenden Tagen sein Interesse und so ließ ich mich eine Woche später zum Susi-Essen ins Restaurant einladen. Immer noch dauergrinsend und lachend ohne dabei für andere lustig zu sein ging es durch den Abend…aber das Sushi war wirklich lecker. Er war schon attraktiv…der Typ Mann, der im weißen, leicht geöffneten und gut sitzenden Hemd eine gute Figur abgibt. Kurze, dunkelblonde Haare…blaue Augen…kein Bart…und eben dieses künstliche Hollywood-Lächeln…ein cleaner Typ, aber durch seine 44 Jahre auch etwas kantig. Er bezahlte erneut (so interessant war er nicht für mich, dass ich in Erwägung zog zu bezahlen) und wir liefen Richtung Parkhaus…wo der für mich beendete Abend eine überraschende Wendung erhielt.

Das Parkhaus war nämlich bereits geschlossen…um 22 Uhr!!

Und jetzt? Ja….er hätte seine Wohnungsschlüssel im Auto…was???

Wer hat denn seine Schlüssel nicht allesamt an einem Bund vereinigt? Nun, er nicht. Ob es ok wäre ihn mit zu mir zu nehmen, sonst würde er eben ins Hotel gehen. Zuerst beglückwünschte ich ihn zu der einfallsreichen Masche. Er stritt ab, dass es geplant gewesen sei auf diese Weise mit einer Frau nach Hause zu gehen. Nun gut…nun wusste ich ja wie der Abend sicher enden würde und wir riefen ein Taxi. Ich war etwas über mich selbst erstaunt. Wie ich nüchtern feststellte, dass es wohl heute noch ungeplanten Sex geben wird.

Bei mir zuhause öffnete ich jedem ein Bier und wir setzen uns vor den Fernseher. So musste ich mich schon einmal nicht um Gesprächsthemen bemühen. Egal wie der Abend verlaufen würde, morgen früh musste er früh am wieder geöffneten Parkhaus sein und schnell heim fahren…sonst würde der Labrador wahrscheinlich auslaufen…na toll! Ich hasse es nicht ausschlafen zu können, wenn sich mal die Möglichkeit ergibt weil das Kind auswärts schläft. Irgendwie war mir schon klar, dass ich ihn besser auf der Fahrt zu mir am Hotel abgesetzte hätte…aber gut dachte ich mir, machen wir das Beste draus und da wir schon 1 1/2 Filme gesehen und er sich trotz offensichtlichem Interesse nicht traute…setzte ich mich face to face auf seinen Schoß und steckte ihm meine Zunge in den Mund. Ich stand auch nicht auf seinen Körpergeruch. Er roch nicht nach Schweiss, aber nach einem Rasierwasser das ich sonst nur von älteren Herren kenne. Wenn ich einen Mann nicht riechen, also seinen Duft nicht anziehend finde, ist der Rest auch eher schwierig. Riecht ein Mann aber in meinen Augen umwerfend gut ist das zusätzlich anregend. Also knutschten wir eine Weile auf dem Sofa bis ich den prüfenden Griff zwischen seine Beine machte…und ich spürte….Nichts! Ja…da war eine kleine harte Beule…ich könnte mich aber auch täuschen…ich tastete dabei echt in alle Richtungen. War hier tatsächlich ein Penis lediglich zu erahnen? Ich bevorzuge immer Klarheit bei solchen Dingen und da ich ihn nicht umwerfend fand war ich mutig genug ihn in mein Schlafzimmer zu schicken.

In Unterwäsche ging es weiter und eigentlich finde ich den Moment sehr heiss wenn zwar beide noch was anhaben, man aber bereits aufeinander liegt und die Erregung des anderen spürt. Aber hier bemerkte ich wenig was sich hart gegen meinen Körper drückte. Ich ging der Sache nach und fand…noch weniger…sehr viel weniger…erschreckend wenig…Ich hatte durch die Hose noch auf einen Blutpenis gehofft…die ja die Gabe besitzen sich dann doch nochmal üppig aufrappeln zu können. Doch auch die letzte Hoffnung schwand. Der Appetit war gedämpft…nun war die Frage in wie fern er sein Defizit ausgleichen konnte und ob doch noch ein wenig Würze in der Kürze lag. Er legte mit seiner Zunge ein gutes Solo hin und ich war wieder halbwegs bei der Sache…als ich ein Kondom hervorzog kam es allerdings zu technischen Schwierigkeiten…er war einfach zu klein und es wollte so gar nicht halten…darunter litt natürlich die Erektion. ,,Komm, mach ihn wieder scharf“, hauchte er mir zu. Unweigerlich musste ich an meine heiß geliebten Chili-Gürkchen denken, die ich immer im Kühlschrank lagerte…was eine Ironie. Den Moment des Eindringens konnte ich nicht wirklich feststellen und auch im Verlauf des Aktes fühlte ich recht wenig ausser sein Körpergewicht…ab dem Moment hielt ich es für gerechtfertigt meine Vorliebe für grössere Exemplare zu unterstreichen. Spüren sollte man ja schon, wenn man jemand anderen ‚in sich‘ hat, oder? Irgendwie klappte es dann doch noch…so einigermaßen.

Am nächsten Morgen war ich ungewohnt leicht aufgestanden und da der Hund gleich zu platzen drohte musste ich ihm auch kein Frühstück anbieten…abliefern am Parkhaus, schneller Kuss und die Lüge meinerseits sich bald wieder zu sehen…..

,,Ab wann ist ein kleiner Penis ein Mikropenis?

Hierbei handelt es sich um Penisse, die im erigierten Zustand die Größe von 6,9 Zentimeter nicht überschreiten. Grund für das derart klein geratene beste Stück ist in der Regel eine Unterversorgung des Embryos in der Schwangerschaft.“

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Danke für’s Kommen!

865FC3D6-15D0-40F5-8C18-38A45E05E39FAls man mir vor knapp 20 Jahren glaubhaft erzählen wollte dass Sex mit dem Alter erst so richtig an Fahrt aufnimmt, dachte ich noch man wolle meine Aufmerksamkeit nur auf andere Themen lenken: Schule, Ausbildung…Enthaltsamkeit.

Mit 14 war ich in einen kleinen pummeligen Italiener verliebt. Irgendwann dachte ich reif für ersten Sex zu sein und suchte das Gespräch mit meiner Mutter. Vielleicht wäre es klüger gewesen das Thema sensibler anzugehen, doch stattdessen trat ich wohl im übertragenen Sinne eine Tür ein, indem ich sie direkt um die Einwilligung zur Pille bat. Kurz, knapp und für mich überraschend verständnislos erteilte sie mir eine Abfuhr. So in dem Stile bevor ich keine 16 bin solle ich das Thema einfach komplett vergessen. Eigentlich pfeifen pubertierende Kinder auf solche Ansagen durch die Erziehungsberechtigten…im Gegenteil: es stachelt sie zusätzlich an spätestens am nächsten Wochenende ihre Jungfräulichkeit zu verlieren. Doch die strengen Worte meiner Mutter trafen mich unerwartet hart und ich beschloss noch in jenem Moment das Thema Entjungferung erst einmal beiseite zu schieben.

Vielleicht haben Mütter einen siebten Sinn was den Schutz ihrer Brut angeht…aber ich sollte meiner Mutter auf zweierlei Art noch nachhaltig dankbar sein.

Erstens hat mich der Typ nach kurzer Zeit wieder sitzen lassen. Nicht weil ich nicht mit ihm schlafen wollte…das war wohl gar nicht sein Ziel: wie sich im Nachhinein herausstellte war ich lediglich Opfer einer Wette geworden. Er hatte mit einem Klassenkameraden gewettet dass er es schafft eine Weile mit mir zu gehen (weil er wohl nicht der Schönste war). Und der Einsatz war eine damals heißbegehrte Swatch-Uhr, die ihm in seiner Sammlung fehlte. Ich hätte fast meine Unschuld gegen eine Plastik-Armbanduhr eingetauscht…irgendwas hat das auch sicher mit mir gemacht…ein Psychologe würde mir sicher attestieren, dass meine Schwierigkeiten in Partnerschaften noch fest mit diesem Erlebnis verknüpft sind und dass ich eine Art Schutz entwickelt habe. Obwohl noch sehr jung vertrat ich schon die Ansicht dass es besser sei, nicht allzu viel Gefühl in eine Beziehung zu investieren um nicht enttäuscht werden zu können. Immer gut wenn der Mann einen doch noch ein Stück mehr liebt als man ihn.

Und zweitens weiß ich heute dass Sex für 14-Jährige einfach noch nichts ist. Mit 16 hatte ich mein erstes Mal und ich bin dankbar für dieses Erlebnis…ich hatte das unglaubliche Glück in dieser Nacht vier Orgasmen geschenkt zu bekommen. Das hatte aber weniger mit dem know-how des Jungen zu tun, denn der war ziemlich betrunken und in dieser langen Nacht sicher auch ein paar mal zwischendurch bewußtlos, sondern eher mit der Tatsache dass etwas in mir erwachte dass ewig in mir geschlummert haben muss. Ich dachte das ginge jetzt immer so sexuell heiter weiter…ein Trugschluss…guter Sex hat immer was mit Erfahrung zu tun…und die entsteht aus Reife…sehr langsamer Reife. Den Sex den ich ab 16 hatte ist aus heutiger Sicht kein richtiger Sex gewesen…es ging schon in die Richtung…war aber eher verdünnter Traubensaft als ein lange eingelagerter Wein. Aber junge Menschen wollen das natürlich nicht richtig wahrhaben…weil sie glauben der jugendliche Schwung gibt den Kick beim Geschlechtsverkehr.

So hat mich meine Mutter also vor einer Dummheit bewahrt…schon allein weil der Junge mit dem ich dann zum ersten Mal schlief bis heute ein Freund von mir ist. Dies und die Tatsache dass ich mehrfach explodiert bin lässt mich gerne daran zurückdenken…und das macht nicht jeder gerne.

Doch noch bevor Jungs ins Spiel kamen entdeckte ich zu was mein Körper fähig war. Meinen ersten Orgasmus erlebte ich tatsächlich bei einem Schwimmbad-Besuch. Ich war vielleicht acht oder jünger, da liebte ich diese Massage-Düsen…es prickelte so schön wenn man sich mit dem Unterleib gegen den Wasserstrom presste. Kein Wunder gehen Omas so gerne ins Thermalbad, dachte ich mir schon damals. Mit einer beruhigenden Verlässlichkeit schaffte ich es mir bei jedem Besuch ein unglaubliches Gefühl zu entlocken. Damals wusste ich natürlich nicht was ich da tat. Aber faszinierend fand ich es schon. Nur erlebte ich es erst wieder mit eben diesem Jungen. Die Fähigkeit zum Orgasmus zu kommen habe ich mir bis heute erhalten dennoch war es mir lange vergönnt mich selbst zum Höhepunkt zu bringen. Lange Zeit dachte ich sogar es müsse zwingend ein Penis anwesend sein.

Ob ich mir nie die Ruhe und Zeit genommen hatte…meine Klitoris geographisch  woanders vermutet habe…ich war erst 31 als ich meinen ersten Höhepunkt durch eigene Hände erlebte…und erwartete mein erstes Kind. Ich denke nicht dass ich meinem Sohn mal später erzählen werde, wie mich meine Schwangerschaft mit ihm zu fast täglichem Masturbieren animiert hat. Es lag wohl daran dass ich nachts nicht schlafen konnte. Ich litt unter dem Restless-Legs-Syndrom..heißt, meine Zappelbeinchen ließen mich nachts nicht zur Ruhe kommen und irgendwann wollte ich nicht mehr Rad in der Luft fahren oder durch die Wohnung geistern…da entdeckte ich mich plötzlich selbst…eines der besten Gefühle zu jener Zeit: neben dem Mutter-werden auch einen sexuellen Teil in sich erwachen zu lassen. Also ließ ich jede Nacht die Hand in meinen Slip gleiten während mein Partner schlief (er hat es nie mitbekommen). Auf Sex mit meinem Partner hatte ich weder in der Schwangerschaft noch danach wirklich Lust…durch die Geburt fühlte ich mich eh verstümmelt und ich hatte wirklich Sorge dass ich mein neu errungenes Körpergefühl schon wieder verloren hatte. Es war ein einglaubliche Erleichterung als ich knapp drei Monate später wieder da unten einigermaßen die Alte und sicherstellen konnte dass ich immer noch Orgasmus-fähig war….und dass sie mir die Klitoris nicht mit Nähgarn abgebunden hatten.

Der Beischlaf mit meinem damaligen Freund versiegte nach der Geburt…auch weil wir lieber stritten als Sex zu haben…und so konzentrierte ich mich weiter auf mich selbst.

Ich kann mich nicht mehr erinnern wie ich an den Kontakt kam, aber ich suchte während meiner Elternzeit einen Nebenerwerb und erhielt die Möglichkeit, als eine Art Dildo-Beraterin für einen großen schicken Sextoy-Online-Händler anzuheuern. Einziges persönliches Manko: ich war noch nie mit Sexspielzeug in Berührung gekommen. Ich war also 32 als ich mich das erste mal selbst zum Höhepunkt brachte und von Dildo und Vibrator hatte ich keinen Dunst.

Eines Tages brachte mir der DHL-Mann meines Vertrauens ein XXL-Paket mit diskreter Absender-Adresse…Ich wartete ungeduldig den Mittagsschlaf meines Kindes ab und öffnete gespannt den Karton. Im Inneren befand sich alles was die Lust so anheizen kann im Wert von 400€: Vibratoren in allen Größen und für alle Situationen (auch als to-go-Variante zum Einlegen in den Slip…mit Fernbedienung für den Partner…sehr lustig wenn man Essen geht), ein prächtiger Dildo in wunderschönem Pink, Unterwäsche mit wenig alltagstauglichen Aussparungen, Öle, Gleitmittel und sogar ein Gesellschaftsspiel (eine Art Wahrheit oder Pflicht mit Kärtchen…sicher der Renner in der kuscheligen Swinger-Club-Runde). Es waren Vorführmodelle…nicht zum Testen für mich bestimmt. Da aber meine Neugier geweckt war beschloss ich mich erst einmal selbst zu meiner Kundin zu machen und bestellte den beeindruckenden Dildo…mit 10% Beraterinnen-Nachlass…toll…400€ kostete mich bereits das Luxus-Starter-Paket und nun kam noch das Ding dazu…aber ich sah es als Investition…schliesslich musste ich ja wissen von was ich demnächst begeistert erzählen sollte.

Nun was soll ich sagen? Wenn man fast zwei Jahre keinen Sex hatte und sich dann einen wohlgeformten Silikon-Penis in einer Länge, die einem in Fleisch und Blut niemals über den Weg läuft, (teilweise) einführt…da kann es schon mal mit einem durchgehen. Den ganzen zweistündigen Mittagsschlaf meines Kleinkindes zwei Zimmer weiter habe ich im Bett verbracht…ich schwelgte im Glück und war mir sicher: mehr als das und Luft zum Atmen braucht es ab und an nicht. Warum nimmt man sich als Frau so selten Zeit dafür? Und warum verdammte Scheisse musste ich erst fast 33 werden um das erleben zu dürfen??? Oder ist man erst ab einem gewissen Alter mit seinem Körper so zusammengewachsen und gereift um die Lust besser aus sich raus zu lassen?

Mein Dildo sollte auch nicht lange alleine bleiben…ich beschloss ihm einen kleineren, bescheideneren Gefährten zu besorgen. Ein Vibrator in Delfin-Optik erschien mir die ideale Vergesellschaftung zu sein. Er war so groß wie ein mittelgroßer (Tendenz kleiner…Männer die ihn bei mir in der Schublade fanden haben sich immer gefreut wenn sie mit der Größe locker mithalten konnten…das motiviert sicher…ein Riesen-Lümmel dagegen schüchtert sicher ein) Schwanz, konnte auch gut in der Badewanne genutzt werden und hatte unterschiedliche Vibrationen im Angebot (wobei ich echt auf eine festgelegt bin). Gut…ein Vibrator ist noch mal eine andere Hausnummer und wurde schnell seinem Vorgänger vorgezogen.

Würden sich alle Frauen erst einmal ausgiebig selbst verwöhnen bevor sie morgens aus dem Bett steigen wäre die Anzahl morgendlicher Zickereien im Büro noch vor der ersten Kaffeepause erschreckend gering.

Darüber hinaus wären Frauen nicht auf irgendwelche Idioten da draußen angewiesen wenn sie mal leidenschaftlich in den Laken zurücklehnen wollten. Natürlich kann Sexspielzeug nicht den Kick echten Beischlafs ersetzen! Aber es würde einem die ein oder andere Dummheit ersparen wenn man mal mehr geil als gescheit unterwegs ist.

Eine Dildo-Fee wurde ich trotzdem nie….ich sollte als ersten Auftrag direkt eine gemischte Gruppe (Männer und Frauen, Swinger, schwul, lesbisch, beides…) in Heidelberg ,betreuen’…mir war die Herausforderung als totale Anfängerin von ,Profis‘ zerrissen zu werden leider zu groß…obwohl es mit einer gewissen Erfahrung sicher lukrativ und sicher auch interessant hätte werden können. Aber dank der Toy-Einführung kam ich auf dem Weg zum sexuellen Ich ein ganzes Stück weiter….hat man sich mit der Materie mal ausgiebig beschäftig ist sie ja auch ein Segen wenn man auch mal einen Mann mit unter die Decke lässt…..

…..und das Starter-Set habe ich…weil bezahlt und funkelnagelneu natürlich behalten dürfen : )

……….

Das Würstchen in der Turnhalle…ONS Part II

,,Ein kleiner Penis ist nichts Schlimmes“….

So ploppt es unter anderem auf wenn man ein bisschen zu diesem Thema im Internet recherchiert. Ich weiss nicht welcher Mann oder welche Frau diese Aussage zu 100% bestätigen würden. Manche Dinge bedeuten nun mal Kompromisse einzugehen. ,,Ein verregneter Sommer ist nichts Schlimmes“ klingt ja auch irgendwie nach Schönreden. Jeder wünscht sich im Inneren 37 Grad auf der Dachterrasse statt Hallenbad…

Ich will ehrlich sein: ein (wirklich) kleiner Penis ist für mich erst einmal Grund zur Sorge. Wenn man durch regelmäßige Dates auch mit Männern intim wird ist der Moment des Hose-Runterlassen eher mit gemischten Gefühlen als mit freudiger Erwartung verknüpft. Tatsächlich bin ich enttäuscht wenn er meinen Vorstellungen nicht entspricht…und die sind wirklich nicht überzogen. Frauen in Porno-Filmen stoßen vielleicht Entzückensschreie aus wenn ein überproportionierter Schwanz den Raum betritt und ausfüllt…das mag auch wirklich hübsch aussehen und macht echt Appetit…aber so wirklich alltagstauglich ist so ein Knüppel dann auch nicht. Die Vagina ist ja zu Höchstleistungen fähig was Ausdehnung angeht, aber denkt man mal an Oralverkehr, so ist ein riesiger Penis wirklich eher Job als Vergnügen…ich neige zwar nicht zu Würgreflexen, aber der Kiefer ist nun mal stark in Mitleidenschaft gezogen und man kann es einer Schlange nachfühlen, wenn sie versucht ein Kaninchen zu verschlingen…nun kann eine Schlange aber nun mal den Kiefer ausrenken. Auch für andere Körperöffnungen ist weniger mehr.

Also mit einem durchschnittlichen Penis (erigierter Zustand 13,12 cm, laut Studie einer englischen Universität) bin ich erst einmal glücklich…unabhängig des Leistungsumfangs. Es ist also oft auch gar nicht gerechtfertigt, dass Männer ihr bestes Stück für zu klein halten…bestimmt haben sie ihre Einschätzung der Porno-Industrie zu verdanken.

Aber wie gesagt…die nackten Tatsachen sorgen bei mir mittlerweile im Voraus für Unbehagen. Daher versuche ich schon etwas ,vorzufühlen‘ wenn es ernst wird. Wenn es also zur Sache geht und man vom heftigen Knutschen langsam zum Fummeln übergeht dient es mir in zweifacher Hinsicht dem Mann leidenschaftlich in den Schritt zu greifen wenn er noch angezogen ist: erstens kann ich den Grad der Erregung fühlen (was einem ja schon selbst Vergnügen bereitet wenn der Mann ordentlich angeturnt ist) und somit kann ich automatisch abschätzen was mich gleich im nackten Zustand erwartet…wenn man aber an diesem Punkt schon am suchen ist reagiere ich schon ein wenig panisch.

Kurz nachdem ich den einmaligen Besuch des schönen Mannes bekommen hatte…er allerdings an keinerlei Fortsetzung interessiert war, beschloss ich mich gedanklich von ihm loszulösen indem ich mich mit dem nächsten Mann traf…ich chattete abwechselnd mit einem Lukas (der interessant klang) und einem Florian (der zweit-interessant war). Mit diesem Lukas lief es leider etwas schleppend was das regelmäßige Schreiben anging…das heisst dann im Regelfall dass ein Mann einfach mit mehreren Frauen gleichzeitig schreibt und man selbst leider nicht favorisiert ist…das ist die bittere Wahrheit…auch wenn man ständig Ausreden für ihn sucht (Stress im Job, viel Sport…er hat gerade die Kinder), das machen Frauen ja gerne… wenn ein Mann nicht ständig Kontakt sucht ist sein Interesse nun mal eher mau…das muss man irgendwann mal verinnerlicht haben. Die Ausnahme, und zwar dass er einfach nicht gerne schreibt, ist eher unwahrscheinlich und liegt für mich im einstelligen Prozentbereich. Lukas war tatsächlich solch eine Seltenheit…aber das würde ich erst sehr viel später erfahren.

Mit Florian lief es eigentlich vom Ablauf so ab wie es sein sollte…also das Timing beim Daten: wenig schreiben und sich gleich binnen der ersten Woche der Kontaktaufnahme treffen.

Ich wusste das er einen Labrador hatte und ledig war. Der Familienstand eines Mannes von fast Mitte 40 gibt immer Aufschluss…ist er unverheiratet und kinderlos bis dato ist Vorsicht geboten.

Sogar die Wahl des Treffpunktes sagt für mich Einiges aus. Wir trafen uns nach seinem Vorschlag in einem langweiligen Café mit dünnem Radler und miesem Essen, das ich eigentlich mied, seit dem ich beim Frühstücks-Buffet auf ein gefrorenes Stück Melone im Obstsalat gebissen hatte. Aber da ich nicht wusste ob er mich wirklich interessiert, versuchte ich ihn nicht bezüglich der Location umzustimmen. Schließlich wollte ich in die angesagten Bars mit den wirklich heißen Typen….

FORTSETZUNG SCHON BALD………muss erst mal kochen ….

Mutter bin ich auch….

Ich liebe es auf Spielplätzen abzuhängen. Auch weil mein Kind dort Spaß hat. Spielplätze bieten für Erwachsene nämlich ebenfalls einen enormen Unterhaltungsrahmen…wenn man sich nur etwa genauer umsieht. Es gibt nichts Spannenderes als andere Eltern. Vor allem wenn man wie ich in der Karlsruher Südweststadt lebt. Ein Paradies für junge Eltern, die wohl auf Stil und Status, aber weniger auf Wollplüsch-Pullover und Original-60er-Jahre-Brillengestelle vom Flohmarkt verzichten können. Frauen die gerne 3/4 –Leggins in braun unter ihren zwei Tönen helleren Bio-Baumwoll-Röcken tragen und meinen sie seien mal modisch total außer Rand und Band wenn sie mal was von Desigual tragen (ich weiß nicht mal ob diese Marke ökologisch ganz koscher ist. Wahrscheinlich werden sie nach solch einem Kauf zuhause von ihren Männern erst mal zurechtgestutzt). Es ist so herrlich alternativ um mich herum. Kindernamen aus Großmutters Zeiten werden melodisch über das Gelände gerufen, Selbstgebackenes aus Dinkel ohne jeglichen Einfluss eines Tieres wird herumgereicht und man gibt sich Tipps wie man aus Sperrholz und Europaletten ganze Schrankwände in Eigenarbeit zimmern kann. Ich halte nichts von veganer Ernährung, habe kein Problem damit ein Huhn auszubeuten, allerdings sollte es in so angenehmer Umgebung leben dürfen das es davon quasi gar nix mitbekommt. Dafür zahle ich im Bio-Markt auch gerne ein paar Cent extra.

Wirklich eintauchen möchte in diese Welt natürlich nicht. Das zeige ich auch. Allein das sandeln mit einem Totenkopf-Förmchen provoziert so manchen entsetzten Gesichtsausdruck, so als hätte man im angrenzenden Park vor aller Augen nicht hinter seinem Hund hergeräumt. Wenn ich also unangenehm auffallen möchte setze ich mich in die Buddelkiste…platziere ein Dutzend Totenkopf-Fratzen nebeneinander in den Sand…freue mich über jedes angedeutete Kopfschütteln…zeitgleich über ein Match mit einem heißen Typen bei Tinder….und fühle mich wie eine Rebellin.

Ja ich bin raus…und war wohl auch nie ansatzweise dabei. Gerade heute lese ich einen Aushang an der Kinderrutsche dass Eltern weitere Anhänger für das Formen einer Krabbelgruppe gesucht werden. Das Spiel der Kinder untereinander schien aber nicht im zentralen Mittelpunkt zu stehen stellte ich erheitert fest. Vielmehr sollte es wohl um den Austausch der Eltern gehen. Themen u.a. Windelfrei aufwachsen. Nun gut…der Sache hab ich nie ernsthaft eine Chance geben wollen. Ich beäuge doch nicht den ganzen Tag meinen Säugling und registriere seine Signale, ob er gleich pullern muss!?

Weiteres Thema ist Attachment Parenting…???…ich überzeugte mein Kind zu einer verfrühten Heimkehr und musste erst mal googeln was das genau beinhaltet. Kurz gesagt bindet man sich wohl sein Kind bis zur Übergabe an die Grundschullehrerin vor die Brust und legt es auch nachts konsequent mit ins Bett…Jeder der das schon pränatal fest einplant dem wünsche ich ein Kind wie das meine. Der hat selig geschlafen bis man sich zu ihm ins große Bett gelegt hat. Dann gab er für den Rest der Nacht grunzende Geräusche von sich. Das ging die ersten acht Wochen lang. Aufgeben wollte ich nicht, immerhin hatte auch die Hebamme das Schlafen im elterlichen Bett empfohlen. Irgendwann sehnte ich mich selbst mal wieder nach etwas erholsamem Schlaf und legte ihn aus purem Egoismus erstmals in sein eigenes Zimmer. Dort schlief er glatt acht Stunden ohne einen Pieps durch. Manchmal pfeifen auch Kinder auf ihre Eltern und wollen einfach nur in Ruhe pennen. So hatte er alle Ansätze eines alternativen Erziehungsstiles bei mir im Keim erstickt….

One-Night-Stand….Part 1

Ich überlege…..ob ich mich mal einer ganz neuen Sache öffnen sollte.

Nach ein paar glücklosen Versuchen eine konventionelle Beziehung zu führen und vor allem am Leben zu erhalten sollte ich meinen Horizont vielleicht doch erweitern.

Von alleine bin ich diesen Gedanken natürlich nicht gekommen…der Zufall hat ihn mir zugespielt.

Gefrustet von einem schlechten Start in meiner damaligen Internet-Partnerbörse, in der Alterswünsche komplett ignoriert werden, Männer also eher nach ihrem gefühlten Alter entscheiden und man sich den Anfragen liebeshungriger Endfünfziger ausgesetzt fühlt, die sich nach dem Scheitern ihrer Ehe nun ein relativ junges Ding Mitte 30 wünschen, beschloss ich mir den heißesten Typen rauszusuchen und ihm direkt ein SMILE (quasi ein Zuzwinkern bei Friendscout) zu schenken.

Tatsächlich erwiderte er dies und ich setzte zum nächsten Schritt an und schrieb ihm einen belanglosen Adventsgruß. Auch der wurde aufgenommen und der übliche Austausch von oberflächlichen Themen fand statt. Bis er irgendwann raus ließ dass er an einer festen Beziehung gar kein Interesse habe und was Lockeres suche.

Im ersten Moment reagierte ich instinktiv irritiert und auch irgendwie enttäuscht dass dieser gutaussehende Mann wohl nicht zur Alleinnutzung zur Verfügung stand.

Trotzdem blieb ich cool und schnell ließen wir von den langweiligen Themen ab und konzentrierten uns auf das Thema SEX.

Wir schrieben uns in unregelmäßigen Abständen und er untermauerte seine klare Haltung, indem er das Schreiben nicht initiierte, also mir überlies.

Frauen haben ein grundsätzliches Problem und ich mag gar nicht glauben dass es wirkliche Ausnahmen geben kann: wenn uns ein Mann ganz klar ansagt dass er keinen Bock auf was Festes hat, so ist das für uns noch lange nichts Endgültiges. Er wird schon bald merken was für eine unwiderstehliche Göttin er da vor sich hat und seine unmoralischen Prinzipen bald über Bord werfen und in bodenloser Monogamie versinken wollen.

Auch mir ging es nicht anders. Koste erst mal von mir, dann willst du eh nichts anderes probieren.

Über Wochen tauschten wir heiße Nachrichten aus und obwohl ich in versauter Konversation schon ganz gut bin hatte ich es hier mit einem wahren Meister zu tun. Er vermochte bis ins kleinste Detail auszuführen was er mit mir anstellen wollte wobei er sich Zeit ließ und nicht direkt zur Sache kam. Fast schon künstlerisch malte er herrliche Grundrisse in meinen Kopf, die ich quasi nur noch mit Buntstiften ausmalen musste und verstand es auf eine feinsinnig laszive Art die Sache in eine erregende Länge zu ziehen.

Es wunderte mich ehrlich gesagt dass der Wunsch von ihm kam sich doch erst einmal auf neutralem Boden und durch ein kleines Zeitfenster eingegrenztes Date in einer Bar zu treffen. Die Chemie müsse schon stimmen…auch wenn es sich ausschließlich um Sex drehe meinte er.

Als er am vereinbarten Treffpunkt plötzlich direkt vor mir stand wäre es schlichtweg eine Frechheit im Nachhinein zu behaupten dieser Mann hätte mich nicht direkt von der ersten Sekunde an in seinen Bann gezogen.

In einer „Sex and the city“-Folge fragte Carrie Mr. Big einst ob er an Liebe auf den ersten Blick glaube, worauf er antwortete dass er eher Lust auf den ersten Blick für realistisch halte.

Es ist davon auszugehen dass die meisten da eh was verwechseln. Man ist nicht auf Anhieb in jemanden verliebt. Es klingt nur nicht so romantisch zuzugeben dass man sofort auf jemanden scharf ist.

Und so saßen wir da nun:ein Mann und eine Frau, die sich über Wochen bis ins Kleinste zusammen ausgedacht haben auf welche Art sie es miteinander treiben werden und nun auf wenige Zentimeter getrennt nebeneinander auf einer barocken Sitzcouch in einer stylischen Bar saßen, versuchten ein Gespräch über irgendwas Alltägliches zu führen, während ihre Augen eine ganz andere Unterhaltung führten. Hätte er nur ein Wort gesagt ich wäre direkt mit dem Zirkus durchgebrannt. Ich wollte ihn unbedingt….

Wir trennten uns nach exakt ausgemachten zwei Stunden (er hatte angeblich einen Termin…klar…es war 22Uhr! Schätze die Ehefrau hätte sich sonst wohl gewundert warum der 20Uhr-Termin so lange dauert) kurz mit Abschiedskuss auf die Wangen, danach trat ich euphorisch meine 45-minütige Heimfahrt an. Jetzt war es wichtig trotz aller einschießenden Hormone und Adrenalinschübe einen klaren Kopf zu bewahren, die Finger von der Handy-Tastatur zu lassen und abzuwarten…

Tatsächlich meldete er sich als ich mich gerade zum Schlafen gebettet hatte ließ sich von mir mein gesundes Ankommen bestätigen und holte sich mein Einverständnis für das nächste Treffen ab. Ganz spontan cancelte ich daraufhin meine Nachtruhe. Ich wusste dass ich mir mehr als nur die Finger an diesem Mann verbrennen würde. Es war als würde man trotz Ankündigung auf Regens durch den Wetterbericht und schon aufziehenden Gewitterwolken auf den Schirm pfeifen und barfuß raus gehen. Ich darf mich nicht beschweren denn alle Warnzeichen waren da und ich wusste nichts über ihn außer seinem Vornamen. Wohnort, Familienstand…alles spekulativ…wie aufregend. Es ist besser über einen Mann nicht all zu viel zu wissen. Kenne ich sein familiäres Umfeld, seinen Tagesablauf, seine Hobbies, dann begleite ich ihn in meinen Gedanken den ganzen Tag. Bin ich unwissend dann ist alles spekulativ. Andere würde das irre machen, mich beruhigt es eher.

Es sollten weitere Wochen vergehen bis ich ihn wiedertraf.

Ich verzieh ihm weitere Absagen bzw. das konsequente Nichtmelden über Tage hinweg. Mit dem Wissen von heute war mein Verhalten indiskutabel würdelos. Unbedingt wollte ich ein weiteres Treffen, denn dann würde es unweigerlich zum Kuss kommen…oder direkt mehr. Immer wider versank ich in meinen Gedanken und da ich ihn ja nun gesehen hatte wurden alle Bilder nun viel deutlicher. Die kurzen Haare mit dem sexy Grauanteil, der trainierte Körper, den man selbst durch die winterliche Kleidung erahnen konnte, die vollen sinnlichen Lippen und diese unglaublichen Glutaugen die einem den Willen zur Gegenwehr rauben. Er ähnelte Eric Bana sehr stark. So aus der Zeit als Troja in die Kinos kam. Nur mit kürzerem Haar und fehlendem Brustpanzer. Jene taten viel für den früheren Männerkörper: Sie zeichneten eine Figur ab, die gar nicht der Realität darunter entsprach, sogar einen Sixpack versprachen sie (oder lässt einen nur die Filmindustrie glauben, dass sich heroische Kämpfer sexy Muskeln ins Metall meisseln ließen?). Shapewear, die leider nicht die Jahrhunderte überdauerte.

Es verging weitere Zeit…ich glaubt schon gar nicht mehr daran ihn noch einmal zu sehen, da schlug er ein weiteres Treffen vor und nach kurzer Abstimmung wollten wir uns der Einfachheit halber wieder am selben Ort treffen. Wir hatten wohl ungefähr den gleichen Anfahrtsweg, aber das konnte ich nur anhand seines Kennzeichens abschätzen, als er vor der Bar parkte. Tatsächlich wusste ich nicht einmal seinen Nachnamen. Aber ich sah es einfach als Selbstschutz. Im Nachhinein weiß ich nicht einmal ob Marco sein wirklicher Name war. Wenn ich nicht viel über ihn weiß ist er auch schneller vergessen, dachte ich mir….und im Internet konnte ich  ihn auch nicht verfolgen.

Es war eine irre Spannung zu spüren während des Treffens und beim Abschied kam der unausweichliche Moment in dem er mich an sich zog und mich heftig küsste. er war der erste Mann seit einigen Jahren den ich absolut heiß fand und ich bekam sofort Lust auf viel mehr. Abends als ich wieder zuhause war schrieb er mir: ,,es sieht alles gut aus und es fühlt sich gut an, jetzt will ich wissen was darunter ist…“

Es sollte diesmal auch nicht mehr so lange dauern bis es endlich so weit war. Wenn man mit dem Körperlichen erst mal angefangen und die ersten Berührungen stattgefunden haben, komm das Verlangen nach mehr und selbst der bis dato unbeeindruckteste Mann ist von jetzt auf gleich auf einmal voll da.

Er schlug vor, auf einer Geschäftsreise in die Schweiz bei mir Halt zu machen um gemeinsam die Nacht zu verbringen. Ich war in dieser Woche frisch in meine neue Wohnung eingezogen und mir gefiel der Gedanke mein Schlafzimmer mit einem unglaublich gut aussehenden Mann einzuweihen. Es sollte der Auftakt meines neuen Single-Lebens werden. Eigene Wohnung, Job und Kind unter einem Hut und in Ruhe einen neuen Partner kennenlernen. Der Besuch den ich an jenem Abend erwartete war definitiv kein geeigneter Kandidat…aber ich wollte mir einfach was Schönes gönnen nach der langen Zeit der Wohnungsfindung (hatte ein Jahr mit im Haus meiner Eltern gewohnt). Mein Sohn war eh bei seinen Großeltern.

Sex hatte ich schon lange keinen mehr gehabt und so hoffte ich einfach dass es mich nach dieser Nacht keine emotionale Verbindung zu ihm verspüren ließ….und ich heil aus der Nummer rauskam.

Als ich in der Badewanne lag um mich vorzubereiten bekam ich eine Nachricht die mich mit voller Wucht und unerwartet traf: ,,Sorry ich bin nach der Arbeit eingeschlafen am Küchentisch eingeschlafen …ich fahre jetzt nicht mehr los sondern leg‘ mich hin.“

So…jetzt war ich tatsächlich wirklich angepisst. Wie oft hat er mich schon vertröstet?!

Stand heute hätte ich ihm gesagt er solle sich doch selber ficken…und hätte den Kontakt unwiderruflich gelöscht. Doch damals war die Wut nicht so stark wie das Verlangen. Mehr als ein ,,na toll!“ traute ich mich nicht.

Es folgte ein merkwürdiger Vorschlag seinerseits…nämlich ein Aufbrechen in der Nacht gegen 3:30 Uhr und ein Ankommen bei mir gegen 5:00 Uhr….(Beischlaf also ca. 5:10 Uhr)….ich weiß nicht mehr warum aber ich stimmte zu…was eine armselige Vorstellung gab ich da von mir….sich an diesen Strohhalm zu klammern!

An Schlaf war natürlich nicht mehr zu denken. Er ließ sich noch meine Adresse geben und kurz vor fünf klingelte es….

Ich muss sagen der Mann hielt was er versprach…nackt war er genauso prächtig wie ich es mir erhofft hatte. Für knapp 40 echt durchtrainiert…eine Augenweide. Allein sein Anblick erregte nicht echt. Wir kamen schnell zur Sache…er war ein seltenes Exemplar von Mann, einer der es für meinen Geschmack etwas überambitioniert anging. Ich brauche um 5:20 am frühen Morgen keine kunstvollen Verrenkungen: lediglich wollte ich einen schönen Mann auf mir spüren…oder auch mal unter mir…es sollte ja auch schließlich nicht nur fünf Minuten gehen. Aber er gab sich gerade im Vorspiel wirklich Mühe…auch wenn ich sagen muss dass ich mich bei einer einmaligen Sache da nicht wirklich fallen lassen kann..komm zur Sache, vorher warst du an Tiefgründigkeit auch nicht interessiert…

Danach tranken wir einen Kaffee in meiner Küche. Höflich wie ich bin bot ich Brötchen an. Man(n) bekommt bei mir eigentlich immer ein Frühstück angeboten…Brötchen, O-Saft…wenn ich will dass er mich mag ist er frisch gepresst und wenn alles passt, inklusive seine Leistung in der Nacht zuvor, auch ein frisch gekochtes Ei in gewünschter Dotter-Konsistenz.

Er verneinte, trank seine Tasse leer und zog sich seine Jacke an…ein flüchtiger Kuss und weg war er.

Man darf nun raten ob er noch einmal den Kontakt zu mir suchte.

Nachdem ich am restlichen Tag keine Nachricht mehr erhielt meldete ich mich am Folgetag. So im Stile ,war gut, können wir gerne wiederholen’….

Kurze Zeit später kam eine knappe Nachricht: ,,Ich hab gerade echt andere Probleme und Sex ist jetzt nicht das woran ich denke“.

Ein hartes Brett….Vielleicht besser so….sonst hätte ich mich verleiten lassen ihn immer wieder mal anzuschreiben. Ich löschte seine Nummer.

Aber echt fantastisch hat er ausgesehen……..

Online-Dating…Einleitung

Online-Dating—Spass oder notweniges Übel?

Eines muss ich gleich mal klarstellen: gäbe es nicht die Möglichkeit im Internet Männer kennenzulernen, ich hätte die letzten zwei Jahre in karger Einsamkeit verbracht. Hätte mich um einige kostbare Erfahrungen in punkto Menschenkenntnis gebracht. Meinen Horizont nicht erweitert. Wertvolle Erkenntnisse nicht zu Tage gefördert. Mein Herz nicht schneller schlagen gespürt, viel weniger Sport getrieben und noch weniger Sex gehabt.

Allerdings hätte oftmals meine Zeit kostbarer verwenden können. Hätte mich weniger über meine eigene Naivität geärgert. Weniger den Falschen hinterher getrauert. Weniger Spesen versemmelt. Weniger Tränen der Wut und der Trauer vergossen. Weniger an mir selbst als Frau gezweifelt und deutlich weniger Alkohol getrunken.

Nie war ich die Art von Frau die einfach mal so Männer aufreißt. Auch kann ich mich nicht wirklich erinnern von einem Typen locker mal angequatscht worden zu sein. Was wohl daran liegt dass ich meist ziemlich grimmig schaue wenn sich meine Gesichtsmuskulatur entspannt. ,,Schau doch net so bös‘!“ Den Satz höre ich öfter von Freunden und Kollegen wenn ich ins Leere schaue und einfach mal an gar nichts denke außer ans Atmen. Und so wird man eben nicht angesprochen. Wenn die Ausstrahlung ,,verpiss dich“ signalisiert.

Da ist es mit dem Internet schon lässiger. Der erste Eindruck ist immer positiv. Alle stellen ihr schönstes Sonntags-Selfie ins Netz. Obwohl es auch oft genug verstörende Bilder gibt, aber das soll mal ein eigenes Kapitel hier erhalten.

Ingesamt bin oder war ich auf vier Dating-Seiten, wobei ich sagen muss einen klaren Favoriten würde ich nie empfehlen, aber man sollte Verschiedene ausprobieren (nur nicht alle auf einmal). Für mich ist alles mit unscharfen Bildern generell nix. Es geht mir um einen Gesamteindruck und da gehören Bilder nun mal dazu. Er muss nicht auf Anhieb der Schönste sein aber Ausstrahlung muss er nun mal mitbringen. Auch im Alltag können wir nicht in die Seele des Gegenüber hineinblicken…wir schauen einfach was der Gegenüber in uns auslöst…und da gehört Optik dazu, Natürlich ist es gut gemeint sich nicht von Äusserlichkeiten verführen zu lassen, aber manche Frau baut sich ja trotzdem ein Bild von dem Mann auf mit dem sie schon einige Tage chattet und ich denke die wenigsten haben ihre Erwartungen derart heruntergefahren dass sie beim Freischalten der Bilder einen euphorischen Luftsprung macht. Das machen nur Frauen die jahrelange Erfahrung in dem Bereich haben und dementsprechend abgestumpft sind…der Rest hofft auf einen jüngeren Brad Pitt und muss dann einen Hobbit abwehren der sich seinerseits Hoffnungen gemacht hat und mit seinem ,,Fang“ sehr zufrieden ist. Ausserdem ist es für niemanden schön nach dem Freischalten der Bilder nie wieder was vom anderen zu hören. Das gesündeste Ego steckt das nicht gut weg.

Als ich von Tinder noch nix wusste hab ich mich bei FriendScout (heute heißt es anders, damals klang es noch unverbindlicher) angemeldet. Ein Jahr zuvor war ich mal kurz (also für die Zeit eines kurzmöglichen Abo’s) bei Parship, aber das lief auf genau ein Date raus. Der Mann war eigentlich nicht so auf Anhieb mein Fall, aber ich war zwei Jahre lang im Vorfeld quasi keusch gewesen und meine Wahrnehmung ließ es nicht zu dass mir der Mann mit dem ich drei Monate (viel zu lange!) getextet hatte, mir nicht gefiel (verschwommene Bilder!). Vielleicht widme ich diesem Mann später hier noch mal mehr Aufmerksamkeit (ein Beispiel dafür dass auch Männer Torschlusspanik haben können).

Mit den scharfen Bildern auf FriendScout begann der interessante Teil der Datings.

Hier traf ich mich insgesamt mit drei Männern. Andere Kontakte erledigten sich vorzeitig. Aber diese Drei beschäftigten mich nachhaltig auf verschiedene Weise und der Eine sollte tatsächlich eine größere Rolle spielen……

Das Wichtigste auch wenn es schwer fällt: Erwartungshaltung runterschrauben!

Keine Sorge. Niemand schafft das auf Anhieb. Man erlernt es. Andere würden sagen man stumpft ab, aber das möchte ich nicht bestätigen. Man lernt und erfährt worauf es ankommt und auf was man weniger Zeit und Energie verschwenden könnte. Denn eines sollte man wissen: unterschiedlich Männer kennenzulernen, sich verschiedene Lebensläufe einzuprägen, seinen eigenen ständig aufzusagen, enttäuscht zu werden weil der Kontakt seitens des Anderen plötzlich einfach abbricht, Sex mit unterschiedlichen Männern zu haben, sich immer mal wieder  Hoffnungen zu machen, Gefühle zu entwickeln, Absagen zu erteilen und selbst abserviert zu werden…das alles macht was mit einem!

Eigentlich muss man immer nur den Verstand eingeschaltet lassen, das ist der beste Selbstschutz. Wer meint die große Liebe zu finden, obwohl der Typ für’s erste Date seine eigenen vier Wände vorschlägt weil es einfach eine entspanntere Atmosphäre sei, der muss sich nicht wundern wenn er nach einer Nacht lieblosen Geschlechtsverkehrs ohne Frühstück und weiterem Kontakt vor die Türe gesetzt wird. Das Bauchgefühl sagt einem eigentlich immer das Richtige, nur hören wir nicht so gerne zu, weil wir uns lieber einreden auch mal was riskieren zu müssen. Was völliger Quatsch ist….Es gibt gewisse Grundregeln, die ändern sich auch nicht. Männer die nur Sex wollen (und die gibt es nun mal zu Auf im Netz, auch wenn sie angeblich die große Liebe suchen) werden ihren Jagdtrieb für eine Frau nicht plötzlich einstellen (auch wen sie fest davon ausgeht–ein häufiger Irrtum). Ein Mann mit echtem Interesse zerrt einen nicht gleich ins Bett (aber den gilt es vom Rest der Herde zu sondieren). Aber auch ich habe mal mit Schrecken festgestellt wie schnell ich im Laufe der Zeit zur Sache kommen wollte und einem Mann damit total erschreckt habe…einfach weil ich es auch von den Männern so gewohnt war…wie gesagt: das Alles macht was mit einem und man entdeckt auch neue Seiten an sich selbst. Es gibt zudem Höhen und Tiefen in der Selbstbewusstseins-Kurve in der Zeit des Online-Kontakts. Mittlerweile habe ich mein Selbstvertrauen aber sogar gestärkt. Zu den ersten Dates musste ich noch Bach-Blüten zur Beruhigung einnehmen und irgendwann ging ich zu den Treffpunkten mit der gleichen nüchternen Erwartungshaltung und Euphorie mit der man einen Zahnarzt-Besuch antritt. Selbst im Alltag habe ich mich entwickelt. Neulich hatte ich ein Casting, es wurden Fotos gemacht und man staunte wie souverän und scheinbar professionell ich es durchzog. Wenn du eine gewisse Anzahl an schönen und heftigen Erlebnissen mit Männern gut überstanden hast, dann härtet dich das wohl ab und man geht gestärkt hervor.

Wer ein paar Regeln beherzigt der kann wirklich viel Spass haben.

Immerhin ist es eine Möglichkeit neue Menschen in einem selbstgewählten Radius kennenzulernen. Tolle Männer als potentiellen Partner treffen oder neue Kumpels gewinnen…mit einem Typen hatte ich mal nur Kontakt weil ich ihm alle Aufreißer-Tricks entlockte, bzw. Online-Dating aus der Perspektive der Herren und ihre Motivation dabei zu sein. Sex mit speziell diesem Mann, der über alles bereitwillig Auskunft gab, hatte ich nie. Auch wenn er öfters danach fragte und mir wohl auch deshalb erzählte dass er eine Frau maximal dreimal vögelt und die Masche tatsächlich funktioniert dass man mit den Frauen schon einmal Kindernamen bei dem ersten Treffen aussucht. Ich hielt ihn hin und es machte Spass ihn zappeln zu lassen. Einen Mann der sich für unwiderstehlich hält auch mal abgeblitzt im Regen stehen zu lassen soll eine kleine Rache sein für all die Frauen, denen er Märchen erzählt und denen er falsche Hoffnungen gemacht hat.

Es gab wirklich tolle Dates….und wer entspannt mit dem Thema umgeht, nicht direkt verzweifelt wenn er sich mal nicht meldet, in alle Richtungen schaut und sich nicht versteift….offen ist, aber nicht alles von sich Preis gibt…den bringt es wirklich irgendwo hin: zu einem neuen Partner oder zumindest mal zu sich selbst, wenn man dort noch nie war.

Online-Dating…Auszug eines Dialogs

Ich staune…

…immer wieder über das überdurchschnittliche Selbstbewusstsein das viele Männer in meiner Dating-Börse an den Tag legen. Liegt es tatsächlich an der recht gemütlichen Anonymität oder laufen die wirklich mit derart goldenen Eiern durch den Alltag?

Einen kurzen Dialog aus dem Netz möchte ich hier unbedingt erzählen und dabei warnend den Zeigefinger heben. Bitte liebe Männer…unter keinen Umständen nachmachen.

Wir überspringen die übliche Einleitung („Hallo wie geht’s…bla bla“) und steigen gleich voll in die Unterhaltung ein.

Narziss: und warum antwortest du mir?

 

                       Ich: Weil du attraktiv und charismatisch wirkst auf

deinen Bildern

Narziss: ?

 

Narziss: wenn Du eine starke komplexe Frau bist

             dann höre ich Dir weiter zu….

 

                        Ich: was willst Du denn hören?

Narziss: alles andere hat keinen Sinn…ich würde Dich um den

              Finger wickelndich übernehmen…und Du würdest fallen..

 

                       Ich: ach? Bis jetzt habe ich so was immer nur von

mir selbst behauptet….

Narziss: sorry : )

 

Narziss: ich suche das Besondere weil ich selbst besonders bin…

             ein Dino…

 

Ich überlegte…eine Minute lang!

Narziss: Karla??!

 

                   Ich: was macht denn in deinen Augen einen Dino

Aus?

Narziss: aussterbende Rasse….

 

Narziss: Werte

 

Narziss: Treue

 

Narziss: Vertrauen

 

Narziss: monogam

 

Narziss: Respekt

 

Narziss: bedingungslos

 

Narziss: loyal

 

Narziss: empathisch

 

Narziss: selbstkongruent

 

                 Ich: Das klingt gut…

Aber mit solchen Werten bringt man eigentlich

niemanden zum fallen…

Narziss: doch, wenn es Dir an Intelligenz fehlt

 

Narziss: wenn Du dumm bist, naiv, dann ja

 

Pause meinerseits…bei diesem Exemplar muss jedes

Wort durchdacht sein. Als potentiellen Partner sehe ihn

schon seit dem dritten Satz nicht mehr, aber ich muss

wissen wie die Geschichte ausgeht und ob sich die

Selbstüberschätzung dieses stolzen Gockels noch

Steigern lässt.

Narziss: und nun ?

 

Narziss: telefonieren?

Narziss: ok für Dich?

 

                     Ich: Weiß nicht…ob ich Deinen Ansprüchen gerecht

werden kann stelle ich gerade in Frage….

die Messlatte liegt sehr hoch.

Narziss: ich lege sie so hoch wie ich auch selbst drüber springen

              kann

 

Ich: heute nicht mehr wenn es ok ist. Bin schon auf

auf dem Weg ins Bett. Aber ein andermal gerne

Narziss: wenn Du Angst hast dann bist Du schon gefallen!

 

Narziss: ich habe erst wieder Freitag Zeit

 

Narziss: lass’ gut sein,Karla

 

 

                     Ich: einschüchtern…was soll das denn?!

Narziss: ich bin nur ehrlich und authentisch

 

            

                     Ich: schon ok…ich bin auch authentisch! Ich mag es

nicht aufgefordert zu werden auf den bereits

zu schnell anfahrenden Zug aufzuspringen.

Wir können gerne Freitag telefonieren.

Es sei denn der Zug ist bereits abgefahren.

Narziss: siehst du…es ist Dir nicht wichtig

 

Narziss: du bist leider raus!

 

                      Ich: HA HA…ok…

Weil ich nicht direkt das tue was Du von mir

verlangst. Sehr aufschlussreich.

Narziss: schlaf gut…bye bye

Narziss: alles Gute Dir

                                                                                                     

 

                             Ich: Danke… und Dir viel Glück!

Bleib’ auf jeden Fall weiterhin Du selbst : )

Narziss: Dir auch viel Glück…ohne mich

 

Narziss: schade wohl…..hmm?

 

 

 

Ich habe es nicht fertig gebracht diesen Dialog zu löschen.

Wenn jemand derart im Reinen mit sich selbst zu sein scheint,so sollte der Rest der Welt daran teilhaben dürfen.

Ergänzend sei erwähnt dass ich seinen Vornamen liebevoll leicht verändert habe, seinen Profilnamen allerdings gerne bei Interesse weitergebe, da er immer noch ergebnislos im Netz umherirrt. Dies bedeutet entweder, dass die Frauenwelt auf solch ein Exemplar pfeift auch wenn die Not bei manchen groß zu sein scheint oder er ist schlichtweg zu anspruchsvoll (was mir mein Bauchgefühl sagt).

Aber auch Narziss ist dann doch nicht so tough wie er gerne vorgeben möchte. Noch dreimal wurde ich im Nachhinein von ihm angelächelt…natürlich ohne jede Regung meinerseits. Raus ist raus…Online-Dating mag manchmal nüchtern und frustrierend sein, aber ganz selten eben auch mal schlichtweg unterhaltsam und gnadenlos komisch.